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Neptun Wasserpreis 2021 vergeben!

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Neptun Wasserpreis 2021 stehen fest: Bundesministerin Elisabeth Köstinger gab am 15. März 2021 mit den Partnerinnen und Partnern des Neptun Wasserpreises, sowie Vertreterinnen und Vertretern der österreichischen Wasserszene die Gewinner-Projekte in den fünf Kategorien WasserGEMEINDE, WasserWIEN, WasserFORSCHT, WasserBILDUNG und WasserKREATIV bekannt. Die 12. Verleihung des österreichischen Umwelt- und Innovationspreises zum Thema Wasser fand aufgrund der Covid-19-Pandemie erstmals online statt. Die neun Projekte aus den Fachkategorien gingen außerdem in einem Online-Voting ins Rennen um den Gesamtsieg beim Neptun 2021. Das Ergebnis wurde am Weltwassertag bekanntgegeben: Der mit 3.000 Euro dotierte Neptun Hauptpreis geht 2021 an den Naturpark Hochmoor Schrems mit der Sonderausstellung "MOOR - Vom Gatsch zum Klima"!

Alle ausgezeichneten Projekte im Überblick:

WasserFORSCHT: Wassermanagement in Äthiopien, grüne Infrastruktur in Städten und umweltfreundliche Alternative zu mineralölbasierten Pflanzenschutzmitteln

 

Die Sparte WasserFORSCHT zeichnet herausragende Forschungsprojekte zu Wasserthemen aus – die Qualität und Innovationskraft der eingereichten Projekte waren diesmal besonders beeindruckend. Als Siegerprojekt wurde die Forschungskooperation Nachhaltige Nutzung der Oberflächengewässer im äthiopischen Hochland“ der Ambo University Äthiopien mit der BOKU Wien gekürt. Die Jury sieht in dem Projekt ein gelungenes Beispiel für transkontinentale Forschung im Bereich der Gewässerbewirtschaftung und Wassernutzung. Der zweite Platz ging an die Dissertation „Back to the roots – Mit grüner Infrastruktur zurück zum natürlichen Wasserkreislauf“ von Johannes Leimgruber (TU Graz). Darin entwickelt er eine Methode, um die unterschiedlichen Maßnahmen der „Naturnahen Niederschlagswasserbewirtschaftung (NWB) zu bewerten, gegenüberzustellen und miteinander zu verknüpfen, was eine wichtige Entscheidungsgrundlage für eine zukunftsorientierte Planung urbaner Infrastruktur ermöglicht. Den dritten Platz  erreicht das von Renate Weiß eingereichte Projekt:  „Lignin-basierte Trägersysteme für die Agro-Biotechnologie“, das den Einsatz des Holzbestandteils Lignin als umweltfreundliche Alternative zu mineralölbasierten Trägersystemen für Pflanzenschutzmittel untersucht.

 

 

WasserKREATIV: Von bewohnbaren Brücken, poetischen Körpern und widerspenstigen Flüssen

 

In der Kategorie WasserKREATIV wurde heuer ein neuer Einreichrekord erreicht – gesucht waren zeitgenössische, künstlerische Werke aus den Sparten Architektur, Bildende und Darstellende Kunst, Literatur und Medienkunst, die sich mit Wasser auseinandersetzen. Den ersten Platz konnte Danijel Zorec mit einem kühnen, architektonischen Entwurf zu bewohnbaren Brücken über der Donau in Wien erringen: „The Living Bridges of Vienna“.  Der zweite Platz ging an die Künstlerin Julischka Stengele für ihre Videoperformance „Bodies of Water“. Platz drei ging an Angelika Wischermann für ihr Projekt „Überdruss am Überfluss“, das einen Staudammbau in Echtzeit auf Video bannt.

 

 

WasserBILDUNG: Wissensvermittlung zu Moorgebieten, zum Plastik in der Donau und zum eigenen Wasserverbrauch

 

Auch die erst 2019 ins Leben gerufene Kategorie WasserBILDUNG wurde heuer wieder gut angenommen – neben Maßnahmen und Kampagnen zur Bewusstseinsbildung zu Wasserthemen werden hier auch Bildungsprojekte von Schulen rund ums Wasser vor den Vorhang geholt. Auf das Siegerpodest geschafft hat es heuer die Sonderausstellung zu „Moor – Vom Gatsch zum Klima“ des Naturpark Hochmoor Schrems, die (jungen) Besucherinnen und Besuchern komplexe Themen interaktiv vermittelt. „PlasticFreeDanube“ der Universität für Bodenkultur in Wien schaffte es auf Platz zwei. Das Projekt widmet sich dem Thema Makro-Kunststoffverschmutzungen in und entlang der Donau. In Workshops, im Rahmen derer Schülerinnen und Schüler selbst mithilfe von eigens entwickelten Sortierprotokollen als Forschende aktiv waren, sowie einem Podcast wurde die Problematik Kindern und Jugendlichen in der Praxis näher gebracht. Platz drei erreichte die Volksschule Oberwart mit dem Projekt „Water Footprints“, bei dem Schülerinnen und Schülern der dritten Schulstufe das Thema „direkter und indirekter Wasserverbrauch“ spielerisch und auf vielfältige Weisen vermittelt wurde.

 

 

„Erfrischend Wienerische“ Beiträge

 

In der Kategorie WasserWIEN wurden Fotos und Videos mit Wien-Bezug zum Motto „Erfrischend Wienerisch“ gesucht. Aus den von einer Jury der Stadt Wien nominierten Top10-Beiträgen wurden mittels Publikumsvoting drei GewinnerInnen ermittelt, die sich ein Preisgeld von 3.000€ teilen. Die Beiträge von Renate Stigler, Johann Frank und Lukas Bast überzeugten das Publikum und erhielten die meisten Stimmen beim Onlinevoting.

 

 

Kommunales Engagement zu Wasser: Neustift in Tirol ist WasserGEMEINDE 2021

 

Die Kategorie WasserGEMEINDE steht ganz im Zeichen der Regionalität und würdigt Engagement rund ums Wasser auf kommunaler Ebene – die Länderjurys der sieben beteiligten Bundesländer kürten regionale Projekte aus den Bereichen Wasserversorgung, Gewässerschutz, aber auch touristische Erlebnismöglichkeiten zu Wasser. Mittels Onlinevoting wurde die Bundessieger-Gemeinde ermittelt und die Gemeinde Neustift in Tirol konnte sich mit dem „WildeWasserWeg“ durchsetzen – einem Wanderweg des Tourismusverband Stubai Tirol, der alpines Wasser in all seinen Formen erlebbar macht.

 

 

Preisverleihung zum Nachsehen: www.neptun-wasserpreis.at/preisverleihung

Nähere Infos: www.neptun-wasserpreis.at

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