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Di / 06 / 04

Neues Angebot für geförderte Grünfassaden in Wien

Expert*innen klären bei Vor-Ort-Beratungen die technischen Möglichkeiten zur nachträglichen Fassadenbegrünung – Stadt Wien fördert die Umsetzung mit bis zu 6.880 EUR

Fassadenbegrünungen bringen die Natur in die Stadt zurück und kühlen graue Straßenzüge. Speziell für die Begrünung bestehender Gebäude wurde das modulare BeRTA-System gemeinsam mit der Stadt Wien entwickelt und bereits an über zehn Standorten in dicht verbauten Wiener Stadtgebieten erprobt. Die Begrünung besteht aus langlebigen Faserzement-Trögen mit Wasserreservoir und Spezialsubstrat, individuell auf die jeweilige Fassade angepassten Pflanzen und falls nötig einer Rankhilfe.


Der erste Schritt zur Begrünung ist ein geförderter Beratungstermin durch das Wiener Kompetenzzentrum für Gebäudebegrünung „GRÜNSTATTGRAU“. Wer diese Tage aktiv wird, sich unverbindlich informiert und dann einen Vor-Ort-Termin bestellt, hat die Chance, dass die eigene BeRTA-Begrünung noch bis zum Sommer errichtet wird. Die Fördertöpfe sind begrenzt, finanzielle Zuschüsse werden an Schnellentschlossene vergeben. Gefördert werden alle anfallenden Kosten mit insgesamt bis zu 6.880 EUR durch die Stadt Wien, das sind dank einer zusätzlichen Kofinanzierung seitens OekoBusiness Wien um 1.200 Euro mehr als bisher. Die komplette Begrünung ist damit bereits ab ca. 560 EUR Selbstbehalt pro Modul erhältlich, inklusive Beratung, Planung, Einreichung um Genehmigung und Errichtung von zwei Modulen inkl. Substrat und Pflanzen.


Pilotprojekte aus den letzten Jahren ergaben: Hausbesitzer- und Bewohner*innen werden bei Begrünungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden nicht nur von den Kosten sondern auch von behördlichen Auflagen und Genehmigungsverfahren abgeschreckt. Darum erfolgt die Umsetzung der BeRTA-Begrünung im Rahmen eines All-in-One-Pakets: Beim ersten Beratungstermin vor Ort klären die Expert*innen von GRÜNSTATTGRAU die individuellen Möglichkeiten am jeweiligen Gebäude. Im Zuge der weiteren Umsetzung begleitet das BeRTA-Team auch die behördliche Genehmigung, bietet rechtliche Unterstützung – beispielsweise für das Einholen der erforderlichen einfachen Mehrheit unter den Gebäudeeigentümer*innen – und koordiniert die Errichtung aus einer Hand. Auch die Pflegeanleitung ist im Paket inbegriffen.


BeRTA wurde im Rahmen des Forschungsprojektes “50 Grüne Häuser“ gemeinsam mit der Stadt Wien entwickelt und erprobt. Im Herbst 2019 wurden an neun Gebäuden in Innerfavoriten in Summe 50 BeRTA-Module errichtet. Die Pflanzen entwickeln sich inzwischen bestens und die Zufriedenheit der Bewohner*innen ist hoch, wie Messungen der Universität für Bodenkultur und Befragungen bestätigen. Seit einigen Monaten gibt es auch in anderen Wiener Bezirken die ersten BeRTA-Projekte in Umsetzung. Die Begrünung einer Fassade eines denkmalgeschützten Gebäudes in der Rotenturmstraße, direkt beim Stephansdom ist bereits fertiggestellt. Weitere Projekte in Wieden, in der Josefstadt und am Alsergrund sind gerade in Planung.


Fassadenbegrünungen sind wahre Multitalente, die nicht nur für sauberere Luft und ein positives Mikroklima sorgen. Sie halten die Gebäudeoberfläche und damit auch den Straßenraum kühler – die gefühlte Temperatur ist bis zu 13° niedriger. Durch den reduzierten Kühlbedarf tragen sie dazu bei, den CO2-Ausstoß zu senken. Für Gebäude wirken Bauwerksbegrünungen wie Schutzschilder gegen Verwitterung und helfen, Sanierungs- und Wartungskosten zu senken. Zudem steigern Begrünungen nachweislich den Immobilienwert und erhöhen Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner*innen.
Genauere Informationen zu den Möglichkeiten gibt es für alle interessierten Wiener Stadtbewohner*innen und Gebäudeeigentümer*innen aus Wien auf www.berta-modul.at oder auch einfach via Mail-Anfrage an info@berta-modul.at.


Pressekontakt:
Susanne Lins
tatwort Nachhaltige Projekte GmbH
susanne.lins@tatwort.at
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